Verein Journalismus und Wissenschaft

Gegneranalyse: Erstes Zwischenfazit

Anfang Mai haben wir offi­zi­ell das Pro­jekt Geg­ner­ana­ly­se gestar­tet. In unse­rem Lexi­kon Recher­che D wer­den Geg­ner auf­ge­lis­tet, die ihre Macht dazu miß­brauchen, um die Frei­heit der Bür­ger und Grund­rech­te zu beschnei­den. Wir über­neh­men damit die eigent­li­che Auf­ga­be des Ver­fas­sungs­schut­zes, die er zu erfül­len hät­te, wenn er nicht längst zum Regie­rungs­schutz mutiert wäre.

Geg­ner kön­nen in die­sem Sin­ne sowohl Minis­ter als auch Jour­na­lis­ten oder mit Steu­er­geld finan­zier­te »Akti­vis­ten« sein. Daß unse­re Geg­ner­ana­ly­se funk­tio­niert, zeigt ein­drucks­voll der Fall Noa San­der. Er wur­de von uns am 1. Juni als Geg­ner iden­ti­fi­ziert, doch im Juni inter­es­sier­te sich für ihn noch kein Mensch. Das änder­te sich aber schlag­ar­tig im Juli. Die Auf­ru­fe für Noa San­der in unse­rem Lexi­kon ver­hun­dert­fach­ten sich auf ein­mal. War­um kann jeder nachlesen.

Unser Lexi­kon ist übri­gens gene­rell dar­auf aus­ge­legt, daß immer jene Per­so­nen gefun­den wer­den, die gera­de im öffent­li­chen Gespräch sind. Das betrifft auch jene Per­so­nen, deren Wiki­pe­dia-Bei­trag wir kor­ri­giert haben. Beson­ders beliebt in die­ser Hin­sicht sind aktu­ell Ulrich Sieg­mund, Uwe Steim­le, Ralf Schul­er und Aya Veláz­quez.

So schließt sich der Kreis: Unser Pro­jekt der Wiki­pe­dia-Kor­rek­tur und die Geg­ner­ana­ly­se ergän­zen sich aus­ge­zeich­net, denn jene Per­so­nen, die ver­such­ten Steim­le zu »can­celn«, haben wir selbst­ver­ständ­lich als Geg­ner auf­ge­nom­men. Nicht wahr, Edwin Schnei­der?

Inzwi­schen umfaßt unse­re neue Rubrik 38 Geg­ner. Neben Schnei­der und San­der sind neu dabei:

(Bild: Lars Kling­beil, von: San­dro Halank, Wiki­me­dia Com­mons, CC BY-SA 4.0)